DIE TERRASSEN DES PHILOSOPHISCHEN GARTENS
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Aktuelle Veranstaltungen 2012

STUTTGART 2012

- Philosophischer Gastvortrag am 16. April 2012 um 19.30 Uhr in der neuen Stadtbücherei Stuttgart am sog. Mailänder Platz hinter dem Hauptbahnhof.

Prof. Dr. Michael Hampe (Zürich) spricht über den Naturbegriff (und auch über den Begriff des Glücks).

Zum Vortrag: Menschen sind gegenwärtig aus unterschiedlichen Gründen der Meinung, daß sie der Natur schaden. Naturphilosophisch ist jedoch zu fragen, was „die Natur“ eigentlich ist, ob wir ihr gegenüberstehen und uns zu ihr als ganzer verhalten können. Auf welchem Weg könnten wir ein anderes Verhältnis zu anderen natürlichen Wesen entwickeln, über Theorien? Über Erzählungen? Über neue Handlungsgewohnheiten?

Biographie:

Michael Hampe, 1961 in Hannover geboren, studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Psychologie und Biologie in Heidelberg und Cambridge. Nach Professuren in Dublin, Kassel und Bamberg lehrt er seit 2003 als Professor für Philosophie an der ETH Zürich. Im Jahr 2009 erschien sein Bestseller „Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück“. Zuletzt erschien „Tunguska oder Das Ende der Natur“ (2011, beide Hanser Verlag, München).


Ältere Veranstaltungen

PHILOSOPHISCHE SPAZIERGÄNGE

- Philosophischer Spaziergang um das Karlsruher Schloß

Sonntag, 19. Juni 2011, von 8 bis 9 Uhr, Treffpunkt: Station Süd auf dem Kreis. Eine philosophische Kunstaktion im Rahmen des Karlsruher Stadtgeburtstags 2011.

- Philosophischer Spaziergang um die Heppseen. Ort: Backnang-Strümpfelbach, Samstag 21. Mai 2011, 17 Uhr.


BERLIN 2011

ARCHITEKTUREN DES SELBST. Zehn Abende

Das Erleben der eigenen Person wird maßgeblich vom Erleben von Innenräumen beeinflußt. Ja, das Erleben eines bewußten Ichs ist nichts anderes als das Erleben eines Innenraums.

Diese These wird anhand zahlreicher Bild-, Lese- und Gedankenbeispiele systematisch entfaltet und erläutert.


Die Daten:
Beginn: Herbst 2011.

Nur mit Anmeldung: Tel. 0179 – 9 68 73 27.


Weitere in Planung befindliche Veranstaltungen:

- Vortrag: Der philosophische Eros oder Was heißt gutes Leben?
Der Vortrag über den philosophischen Eros stellt die Frage: Wie läßt sich ein gutes Leben führen? Der Vortrag zeigt unter anderem, daß der philosophische Eros dem Menschen seine Fähigkeit offenbaren kann, sich von der Möglichkeit des guten Lebens begeistern zu lassen. Erotische Erziehung sollte daher weniger auf die Vermittlung von Inhalten aus sein als vielmehr darauf, dem Menschen seine Lebensmöglichkeiten vor Augen zu bringen. Nur wer sich von seinen eigenen Möglichkeiten erotisieren lassen kann, wird den Blick für die sinnstiftenden Ziele seines Lebens freibekommen. Anmeldung Tel. 0179 / 96 87 327 oder Email an kurs@philosophischergarten.de.

- Philosophischer Garten I: Leseübung zur Ästhetik der Metaphern. 10 Abende.
Zum Inhalt: Metaphern sind die Interpreten im Bereich der menschlichen Erkenntnis und zählen zu den zentralen Protagonisten in der Welt der Kunst. Neben einer historischen Einführung in die Ästhetik der Metaphern lesen wir vor allem die metaphern-basierte Kognitionstheorie von George Lakoff/Mark Johnson: Leben in Metaphern (Metaphors we live by, 1980). Die Autoren zeigen, daß Sprechen und Denken in wichtigen Aspekten metaphorisch organisiert sind und kognitive Metaphern die konkreten menschlichen Erfahrungen weitgehend mitbestimmen. Darüber hinaus stellen wir ausreichend Bezüge her zu Paul Ricoeurs „Die lebendige Metapher“ und Hans Blumenbergs „Paradigmen zu einer Metaphorologie“. Die Teilnehmer werden mit Blumenberg den historischen Wandel von Metaphern und damit den Wandel geschichtlicher Sinnhorizonte verstehen und mit Ricoeur das schöpferische Potential der Metaphern als Grundzug der Kreativität begreifen lernen.

- Philosophischer Garten II: Leseübung zur Amerikanischen Philosophie. 10 Abende.
Zum Inhalt: Die USA sind philosophisch anziehend, weil sie unermüdlich philosophische Strömungen hervorbringen und vor allem selber ein genuin philosophisches Gebilde sind. Dieses Gebilde, das die Politiken des Planeten maßgeblich mitbeeinflußt, besser zu verstehen, wird ein Ziel der Leseübung bilden. Von Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau und Mark Twain als drei vorbildlichen Einzelgängern ausgehend und selbstredend den Demokratie-Sänger Walt Whitman einbeziehend, lesen wir uns zum Dreigestirn der US-Philosophie vor, den Gründervätern des höchst einflußreichen Pragmatismus in Gestalt von Charles Sanders Pierce, William James und John Dewey. Um die Philosophien der Sprache, des Geistes und der Handlung kennenzulernen, werden Ausflüge zu Willard van Orman Quine, Donald Davidson, Hilary Putnam, John L. Austin/John R. Searle unumgänglich sein, Abschlußbesuche gelten den politischen Moralphilosophien von Michael Walzer und Richard Rorty.

- Philosophischer Garten III: „...wilde Philosophie, wie sie in seinem Garten wuchs...“ (Gottfried Keller, Der grüne Heinrich). 5 Abende.
Zum Inhalt: Das assoziative Philosophieren wird hier versuchsweise institutionalisiert, vorläufig für fünf Abende, ein Programm gibt es naturgemäß nicht. Weil das Assoziieren von irgendetwas ausgehen muß, steht am Beginn des ersten Abends das Wort Gott. Ob Gott im zweiten Satz noch eine wesentliche Rolle spielt oder stattdessen vielleicht eine Ameise, wird sich zeigen.

- Literarischer Garten: Besprechung von Dramen, Romanen und Gedichten zum Thema Don Juan. 10 Abende.
Zum Inhalt: Was hat es mit diesem Kerl aus Sevillas staubigen Gärten wirklich auf sich? Ist er der größte Verbrecher aller Zeiten (wie Molière meinte)? Wie kann man zu Mozarts schleierhaftem „Don Giovanni“ schwelgen, wenn Don Juan gerade dort wie nirgends sonst ein Mörder und Frauenvergewaltiger ist?
In den Lese-Abenden werden die Teilnehmer möglichst repräsentative, epochentypische und literarisch aussagekräftige Werke lesen, von Tirso de Molina, Molière und Mozart über Kierkegaard, Puschkin, Lord Byron, die Gedichte Rilkes und Gottfried Benns, die Versuche von Ödon von Horvath, Albert Camus und Max Frisch bis hin zu Barbara Honigmanns Don Juan und der Don-Juan-Umschreibung von Peter Handke mit seiner Prosarecherche „Don Juan (von ihm selbst erzählt)“ aus dem Jahr 2004.

 

Wegmarken

[Entscheidend ist, daß der Mensch] auf die hohe See des Schönen sich begebend und dort umschauend viel schöne und herrliche Reden und Gedanken erzeuge in ungemessenem Streben nach Weisheit, bis er, hiedurch gestärkt und vervollkommnet, eine einzige solche Erkenntnis erblicke, welche auf das Schöne selbst geht.

(Platon)

 

 


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